Förderfähige Kosten

In EU-Projekten entstehende Kosten können unterteilt werden in förderfähige und nicht förderfähige Kosten. Förderfähige Kosten werden über das Projekt erstattet. Nicht förderfähige Kosten müssen aus anderen Mitteln finanziert werden.

Schmuckbild

Adobe Stock / nmann77

Artikel 6.1 des Grant Agreements (GA) legt die Kriterien für die Förderfähigkeit der Kosten fest. Nicht förderfähige Kosten sind in Artikel 6.3 GA geregelt.

Förderfähige Kosten

Förderfähige Kosten müssen nach Art. 6.1 GA folgende Voraussetzungen erfüllen:

Tatsächliche Kosten

  • Sie müssen dem Teilnehmenden tatsächlich entstanden sein.
  • Sie sind während der Projektlaufzeit angefallen, mit Ausnahme der Kosten für die Abschlussberichte.
  • Sie sind im Kostenvoranschlag in den entsprechenden Budgetkategorien in Artikel 6.2 und Anhang 2 ausgewiesen.
  • Sie sind für die Durchführung des Projekts, wie in Anhang 1 beschrieben, erforderlich.
  • Sie sind identifizierbar, kontrollierbar und in der Buchführung des Teilnehmenden entsprechend der intern geltenden Rechnungslegungsgrundsätze und Kostenrechnungsverfahren erfasst.
  • Sie genügen den Anforderungen der geltenden steuer-, arbeits- und sozialrechtlichen Bestimmungen. Sie sind angemessen, gerechtfertigt und entsprechen dem Grundsatz der Wirtschaftlichkeit der Haushaltsführung, insbesondere Sparsamkeit und Effizienz.

 Einheitskosten (Unit Costs)

  • Einheitskosten sind im Kostenvoranschlag in den entsprechenden Budgetkategorien in Artikel 6.2 GA und Anhang 2 ausgewiesen.
  • Die Einheiten müssen vom Teilnehmenden während der Projektlaufzeit benutzt oder produziert werden.
  • Die Einheiten sind für die Durchführung des Projekts erforderlich oder werden im Rahmen des Projekts produziert.
  • Die Anzahl der Einheiten muss durch Aufzeichnungen und Dokumentationen nach Artikel 20 GA identifizierbar und kontrollierbar sein.
  • Die Einheitskosten müssen die allgemeinen Voraussetzungen der Förderfähigkeit der entsprechenden Kostenart erfüllen.
  • Die Rechnungslegungsgrundsätzen und Kostenrechnungsverfahren müssen in konsistenter Weise angewendet werden, basierend auf objektiven Kriterien, unabhängig von der Finanzierungsquelle.

Nicht-förderfähige Kosten

Folgende Kosten sind nach Art. 6.3 GA nicht förderfähig und können im Rahmen des Projekts nicht geltend gemacht werden:

  • Kosten im Zusammenhang mit Kapitalrendite und von Zuwendungsempfängern gezahlte Dividenden:
  • Verbindlichkeiten durch Schulden und Schuldenbedienung;
  • Rückstellungen für künftige Verluste oder Verbindlichkeiten;
  • Zinsverluste;
  • Wechselkursverluste;
  • Bankkosten für die Überweisungen der Gelder von der Europäischen Kommission an den Koordinator;
  • übertriebene oder unbedachte Ausgaben;
  • abzugsfähige Mehrwertsteuer;
  • Kosten, die während einer Projektaussetzung entstanden sind;
  • Kosten, die bereits im Rahmen anderer EU-Maßnahmen oder EU-Programme erstattet werden;
  • Kosten oder Beiträge für Personal der nationalen, regionalen oder lokaler Verwaltung für allgemeine Verwaltungstätigkeiten, die nicht in Zusammenhang mit dem Projekt entstehen;
  • Kosten oder Beiträge (insbesondere für Reisen und Tagegelder) für Mitarbeitende oder Vertreterinnen und Vertreter von Organen, Einrichtungen oder Agenturen der EU.