Förderquoten

In Horizont Europa gilt der Grundsatz der Kofinanzierung. Die Europäische Kommission übernimmt einen Teil der Projektkosten, die Projektbegünstigten übernehmen einen Eigenanteil. Die Förderquote legt fest, wie hoch die Beteiligung der Kommission ist.

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Bei der Förderung in Horizont Europa gilt der Grundsatz der Kofinanzierung. Die Europäische Kommission erstattet die Projektkosten nach bestimmten Förderquoten anteilig, so dass die Projektbeteiligten grundsätzlich gewisse Eigenanteile in die Projektfinanzierung einbringen müssen.

Die Förderquoten sind dabei die jeweils maximalen Fördersätze der EU für die gesamten erstattungsfähigen Kosten, bestehend aus direkten und indirekten Kosten. Den Zuwendungsempfangenden steht es frei, eine geringere Förderung zu beantragen.

Förderquote nach Maßnahmentyp

In Horizont Europa gibt es in der Regel für jedes Projekt eine einheitliche Förderquote, die der jeweiligen Ausschreibung zu entnehmen ist. Die Förderquoten sind in Artikel 34 der Beteiligungsregeln festgelegt und werden für das jeweilige Projekt in Artikel 5.2 der Finanzhilfevereinbarung (Grant Agreement) angegeben. Die jeweilige Förderquote richtet sich dabei nach der Art der Maßnahme:

In der Regel beträgt die Förderquote für alle Projektbegünstigte 100 Prozent, so zum Beispiel für Forschungs- und Innovationsmaßnahmen sowie für Koordinierungs- und Unterstützungsmaßnahmen. Bei der 100-Prozent-Förderquote ergibt sich der Eigenanteil in der Regel aus den indirekten Kosten, die nur mit einer Pauschale von 25 Prozent der direkten Kosten gefördert werden.

Bei Innovationsmaßnahmen ist die Förderquote grundsätzlich auf 70 Prozent begrenzt. Eine Ausnahme gilt bei den Innovationsmaßnahmen für gemeinnützige (non-profit) Einrichtungen, die auch hier eine Förderquote von 100 Prozent erhalten.

Bei Maßnahmen der Kofinanzierung beträgt die Förderquote mindestens 30 Prozent und kann in bestimmten Fällen auf bis zu 70 Prozent steigen.