Ausweitung der Beteiligung und Verbreitung von Exzellenz

Horizont Europa soll die globale Wettbewerbsfähigkeit Europas sichern. Um das gesamte Potenzial des Europäischen Forschungsraums effektiv zu nutzen, wird angestrebt, Länder mit geringer Forschungs- und Innovationsleistung stärker zu beteiligen.

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Unterschiedliche Ausgangslage in Europa

Ziel dieses Programms ist es, wissenschaftliche Exzellenz in allen EU-Mitgliedstaaten sicherzustellen und die Beteiligung von Mitgliedstaaten, die im Bereich Forschung und Innovation weniger aktiv sind, – den sogenannten Widening-Ländern – an Horizont Europa zu erhöhen. Denn trotz ernsthafter Anstrengungen auf nationaler und europäischer Ebene weist die Europäische Union erhebliche regionale Unterschiede in Bezug auf die Forschungs- und Innovationsleistung auf, wie dies auch vom "Regional Innovation Scoreboard" der EU-Kommission attestiert wird.

Die Ausrichtung von Widening

Die weiterhin bestehende Forschungs- und Innovationskluft zwischen Mitgliedstaaten und Regionen in Europa soll geschlossen und das vorhandene Potenzial für exzellente Forschung und Innovation besser genutzt werden. Dies geschieht über die engere Verknüpfung von Einrichtungen und Forschenden zwischen führenden Forschungs- und Innovationsländern und den EU13-Ländern (sowie Portugal, Griechenland und allen gleichwertigen assoziierten Staaten). Der intensive Austausch zwischen Forschung und Innovation und institutioneller Zusammenarbeit ist von größter Bedeutung, um diese Unterschiede zu überwinden.

Spezifische Maßnahmen

Mit einer Reihe von Maßnahmen soll die bestehende Forschungs- und Innovationskluft in den betroffenen Ländern verringert und so deren spezifisches Exzellenz- und Innovationspotenzial freigesetzt werden.

Die drei bewährten Hauptmaßnahmen Teaming, Twinning und ERA-Chairs werden weitergeführt. Daneben werden mit weiteren Initiativen institutionelle Kapazitäten aufgebaut, talentierte Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler gefördert und politische Reformen angeregt und langfristig umgesetzt.

Das Ziel von Teaming ist es, neue Exzellenzzentren in den EU13-Ländern zu schaffen. Es legt seinen Schwerpunkt auf die Vorbereitungsphase für den Auf- oder Ausbau beziehungsweise die Modernisierung der Einrichtungen.

Mit Twinning sollen Partnerschaften einzelner Forschungsbereiche an aufstrebenden Einrichtungen mit mindestens zwei passenden Forschungsbereichen an international führenden Einrichtungen wesentlich gestärkt werden.

ERA-Chairs sollen Einrichtungen mit geringer Beteiligung am Forschungsrahmenprogramm signifikant stärken. Hierzu sollen herausragende akademische Forschende für Lehrstühle mit Exzellenzpotenzial gewonnen werden.

Letztlich trägt der Programmbereich "Widening" mit seiner Vielzahl an aufeinander abgestimmten Maßnahmen zur Verwirklichung des Europäischen Forschungsraums mit fairem Zugang für alle Akteurinnen und Akteure in Europa bei.

Mehr Informationen zu diesem Programmbereich finden Sie auf der Seite der Nationalen Kontaktstelle.