Der Strategische Plan

Der Strategische Plan legt die politischen Prioritäten für Horizont Europa fest und ist die Grundlage für die Arbeitsprogramme und die Ausschreibungsthemen.

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Der strategische Planungsprozess wurde auf der Grundlage einer politischen Einigung über Horizont Europa eingeleitet, die das Europäische Parlament und der Rat im April 2019 erzielt haben. Ziel der strategischen Planung ist es, eine über die Laufzeit von Arbeitsprogrammen hinausgehende Kontinuität und Kohärenz von Fördermaßnahmen zu erreichen. Zu diesem Zweck sind sowohl die Partnerschaften als auch die Missionen – beide in Horizont Europa gefördert – Bestandteil des Strategischen Plans.

Der Strategische Plan legt die politischen Prioritäten für Horizont Europa fest, ebenso wie die angestrebten Auswirkungen. Er ist außerdem die Grundlage für die Arbeitsprogramme und die Ausschreibungsthemen. Während der gesamten Laufzeit von Horizont Europa wird es zwei Strategische Pläne geben. Der erste gilt für die ersten vier Jahre. Für die verbleibenden drei Jahre der Programmlaufzeit wird es einen weiteren Strategischen Plan geben.

Strategischer Plan 2021 - 2024

Der Strategische Plan für die Jahre 2021 bis 2024 bildet die Grundlage für die Arbeitsprogramme und Ausschreibungsthemen der ersten vier Jahre von Horizont Europa, insbesondere im Pfeiler "Globale Herausforderungen und industrielle Wettbewerbsfähigkeit Europas".

Eng mit den politischen Prioritäten der Europäischen Union verknüpft, ist der Strategische Plan schwerpunktmäßig darauf ausgerichtet, einen ökologischen und digitalen Wandel zu bewirken. Um diesen Wandel nach der COVID-19-Pandemie zu beschleunigen, sind die Investitionen in diesen Bereichen im Vergleich zum vorherigen Programmplanungszeitraum erheblich erhöht worden.

Der Strategische Plan definiert vier strategische Hauptrichtungen ("Key Strategic Orientations"), die die Arbeitsprogramme von Horizont Europa bis 2024 bestimmen und die Grundlage bilden für den Aufbau von Synergien mit anderen EU-Programmen und -Fonds sowie mit den Investitionen in Forschung und Innovation auf Ebene der Mitgliedstaaten im Rahmen des Europäischen Forschungsraums:

  • Europa soll führend sein bei der Entwicklung von wichtigen Schlüsseltechnologien (Key Enabling Technologies, KETs) und in Sektoren und Wertschöpfungsketten zur Beschleunigung und Steuerung des digitalen und ökologischen Wandels. Damit soll für Europa eine offene strategische Autonomie erreicht werden.
  • Die biologische Vielfalt und die Ökosysteme in Europa sollen wiederhergestellt und natürliche Ressourcen nachhaltiger bewirtschaftet werden. So soll die Ernährung gesichert und eine saubere und gesunde Umwelt erhalten oder wiederhergestellt werden.
  • Die Mobilitäts-, Energie-, Bau- und Produktionssysteme sollen umgestaltet werden. Damit soll Europas Wirtschaft zur ersten digital unterstützten Kreislaufwirtschaft und zur klimaneutralen und nachhaltigen Wirtschaft umgebaut werden.
  • In Europa soll eine widerstandsfähigere, integrativere und demokratischere Gesellschaft geschaffen werden, die auf Bedrohungen und Katastrophen vorbereitet ist und angemessen auf diese reagiert. Ungleichheiten sollen beseitigt und eine qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung soll eingerichtet werden.

Co-Design-Prozesse im Rahmen der strategischen Planung

Während der Strategische Plan ausgearbeitet wurde, hat die Europäische Kommission die Wissenschaftsgemeinschaft und die Bürgerinnen und Bürger im Rahmen eines Co-Design-Prozesses einbezogen. Interessierte konnten sich auf der Webseite der Europäischen Kommission an Konsultationen beteiligen. Außerdem wurden Ideen und Meinungen aus Interessengruppen durch einen strukturierten, informellen Austausch während der Europäischen Forschungs- und Innovationstage 2019 und 2020 eingeholt.

Weitere Co-Design-Aktivitäten können durchgeführt werden, wenn der Strategische Plan beispielsweise aktualisiert oder bewertet werden soll.